SEX, PAIN, ANGEL, LOVE – Depeche Mode in Frankfurt am Main
Die Idee, Depeche Mode einmal live zu sehen, bevor wir alle “zusammen” alt und grau geworden sind, stand schon sofort nach Bekanntgabe der neuen – zu diesem Zeitpunkt (Sommer 2005) noch unbenannten – Tour fest. Zum Glück muss man im Nachhinein sagen, denn nasenschleuder hatte sofort nach Verkaufsstart Karten via Internet erstanden, so dass wir uns ganz entspannt auf das Großereignis freuen konnten. Das im Oktober 2005 erschienene neue Album “Playing the Angel” steigerte die Vorfreude noch zusätzlich!
Und so kam am 26. Januar 2006 nicht nur der Tag, an dem wir das erste Mal DM live sehen sollten, sondern – mangels geeigneter Gelegenheiten seit unserem Umzug nach Frankfurt – auch das erste Mal ein Konzert in der Festhalle besuchen würden. Das Gebäude selbst entpuppte sich im Innern als optisch durchaus eindrucksvoll, die Lamenti über die Akustik sollen an dieser Stelle nicht vertieft werden… Wegen späten Feierabends kam ich erst gegen 21 Uhr in der Halle an und hatte somit zwar die Vorband “The Bravery” verpasst, angesichts meiner Vorfreude hatte dies jedoch den Vorteil, sich gleich ins DM-Vergnügen werfen zu können. Schnell war klar, dass die Show nicht nur die eingefleischten Devotees sondern auch ganz “normale” Depeche Mode-Fans wie uns in ihren Bann riss.
Das Bühnenbild – bestehend aus 3 kleinen, an Raumschiffe erinnernden Synthesizern, einer lustigen grauen Kugel mit Leuchte”augen” und einer sehr abwechslungsreich gestalteten Projektions- und Lightshow – dieses Bühnenbild also war ganz nach meinem Geschmack: zurückhaltend und doch stylisch, die spezifischen Charakteristika der einzelnen Stücke untermalend. Die in der Kugel je nach Schwerpunkt eingeblendeten Schlagworte SEX, PAIN, ANGEL, LOVE ließen vor meinem inneren Auge die einzelnen Depeche Mode-Phasen, die ich im Lauf von 25 Jahren als Zaungast miterlebte, wiederauferstehen, um im Folgenden – teilweise dunkel und schwermütig, aber auch bittersüß – mit meinen eigenen Teenager- und Erwachsenenerfahrungen zu verschmelzen. Subjektiver pepperpott-Höhepunkt der Show war “Enjoy the Silence”, das nasenschleuder-Highlight das unvergleichliche “Shake the Disease” des höchst präsenten Martin L. Gore.
Ein unvergesslich bleibender Abend, der durch die anschließende After-Show-Party im U60311 mit electronicdanceart.de vortrefflich abgerundet wurde.
Gespielte Stücke:
A Pain that I’m used to
John the Revelator
A Question of Time
Policy of Truth
Precious
Walking in my Shoes
Suffer well
Macrovision
Home
I want it all
The Sinner in me
I feel you
Behind the wheel
World in my eyes
Personal Jesus
Enjoy the Silence
Zugabe 1:
Shake the Disease
Just can’t get enough
Everything counts
Zugabe 2:
Never let me down again
Goodnight lovers


























